SS-31 (Elamipretid) Peptid

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SS-31 (Elamipretid) Peptid 10 mg – Mitochondrial-gerichtetes Tetrapeptid für Bioenergetik-Forschung

  • Synthetisches Tetrapeptid (D-Arg-dimethylTyr-Lys-Phe-NH₂), das selektiv Cardiolipin auf der inneren Mitochondrienmembran ansteuert.
  • Studien zeigen Cardiolipin-Stabilisierung, Optimierung der Elektronentransportkette, verbesserte ATP-Synthese und reduzierte Produktion reaktiver Sauerstoffspezies (ROS).
  • Reinheit ≥99% (HPLC-verifiziert). Geliefert als lyophilisiertes Pulver, 10mg pro Fläschchen.
  • Forschungsanwendungen umfassen Modelle mitochondrialer Dysfunktion, Ischämie-Reperfusions-Studien, Kardioprotektion und oxidative Stress-Forschung.
  • Bei -20°C lagern. Nur für Forschungszwecke. Nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt.
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Beschreibung

SS-31 (Elamipretid) Peptid 10mg – Mitochondrien-gezieltes Tetrapeptid

Chemisches Diagramm für SS-31 (Elamipretid) Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Elamipretide#/media/File:Elamipretide_structure.svg

WICHTIGE SPEZIFIKATIONEN:

ParameterSpezifikation
TypMitochondriales Tetrapeptid (Szeto-Schiller-Peptid)
ZielCardiolipin (innere Mitochondrienmembran)
SynonymeElamipretid, Bendavia, MTP-131
SequenzD-Arg-dimethylTyr-Lys-Phe-NH₂
SummenformelC₃₂H₄₉N₉O₅
Molekulargewicht639,8 g/mol
CAS-Nummer736992-21-5
Länge4 Aminosäuren
C-TerminusAmidiert (-NH₂)
Nettoladung+3 (physiologischer pH)
Reinheit≥99 % (HPLC)
FormLyophilisiertes Pulver
Lagerung-20 °C
Menge10mg

PRODUKTÜBERBLICK:

SS-31, auch bekannt als Elamipretid, ist ein mitochondriengezieltes synthetisches Tetrapeptid, das für die selektive Interaktion mit der inneren Mitochondrienmembran entwickelt wurde. Insbesondere weist dieses Peptid eine bemerkenswerte Selektivität für Cardiolipin auf – ein einzigartiges Phospholipid, das ausschließlich in Mitochondrien vorkommt. Infolgedessen stabilisiert SS-31 die Membranarchitektur und optimiert die Bioenergetik in Forschungsmodellen.

Forschungsergebnisse zeigen, dass SS-31 unabhängig vom Membranpotenzial in Mitochondrien akkumuliert. Darüber hinaus bindet es Cardiolipin über zwei Mechanismen: hydrophobe Wechselwirkungen über Dimethyl-Tyrosin- und Phenylalanin-Reste sowie elektrostatische Anziehung über positiv geladenes D-Arginin und Lysin. Dadurch stabilisiert diese Bindung Cardiolipin gegen Peroxidation, erhält die Cristae-Integrität und verbessert die Effizienz der Elektronentransportkette. BIONIX liefert SS-31 mit ≥99% HPLC-verifizierter Reinheit für die Mitochondrienforschung.

WIRKMECHANISMUS:

SS-31 wirkt durch hochspezifische Cardiolipin-Bindung und ermöglicht mitochondrialen Schutz sowie bioenergetische Optimierung.

Strukturelle Designmerkmale

Die einzigartige Struktur von SS-31 ermöglicht selektives mitochondriales Targeting durch das aromatisch-kationische Motiv:

PositionAminosäureForschungsfunktion
1 (N-Terminus)D-ArgininPositive Ladung für elektrostatische Cardiolipin-Bindung; D-Konfiguration erhöht Peptidase-Stabilität
22′,6′-DimethyltyrosinModifizierter aromatischer Rest für hydrophobe Cardiolipin-Interaktion und Radikalfänger-Aktivität
3LysinZusätzliche positive Ladung für Membranassoziation
4 (C-Terminus)Phenylalanin-amidHydrophober Rest für Membraninsertion; Amidierung erhöht Stabilität

Szeto-Schiller-Peptidklasse: SS-31 gehört zu dieser Peptidfamilie, die durch alternierende aromatisch-kationische Motive gekennzeichnet ist. Folglich ermöglicht diese Struktur sowohl Zellmembranpenetration als auch selektive mitochondriale Akkumulation.

Cardiolipin-Bindungsmechanismus

Cardiolipin ist ein markantes Phospholipid mit entscheidender Bedeutung für die Mitochondrienfunktion. Konkret enthält es vier Fettsäureketten und zwei Phosphatgruppen, was es essenziell für den Aufbau des ETC-Komplexes und die Cristae-Struktur macht. Jedoch ist Cardiolipin sehr anfällig für Oxidation und unterliegt altersbedingten Veränderungen in der Zusammensetzung.

SS-31 interagiert mit Cardiolipin durch komplementäre Bindung:

InteraktionstypSS-31-RestCardiolipin-Ziel
ElektrostatischD-Arg (+), Lys (+)Phosphatgruppen (-)
HydrophobdimethylTyr, PheFettsäureketten
MembraninsertionAromatische ResteLipiddoppelschicht

Folglich positioniert dieser duale Bindungsmodus SS-31 an der Membranoberfläche, wo es Cardiolipin-Peroxidation verhindert, Cristae-Architektur aufrechterhält, respiratorische Superkomplexe stabilisiert und Cytochrom-c-Interaktionen moduliert.

ETC-Komponenten-Effekte

Die Cardiolipin-Stabilisierung durch SS-31 beeinflusst direkt die oxidative Phosphorylierung:

ETC-KomponenteSS-31-EffektFunktionelle Konsequenz
Komplex IStabilisierte AssemblierungReduziertes Elektronenleck
Komplex IIIErhöhte AktivitätVerbesserter Elektronentransfer
Komplex IVOptimierte FunktionEffiziente Sauerstoffreduktion
ATP-SynthaseUnterstützte AssemblierungErhöhte ATP-Produktion
SuperkomplexeStabilisierte OrganisationMinimierte ROS-Bildung

Darüber hinaus fördert SS-31 durch die Organisation von ETC-Superkomplexen eine effiziente oxidative Phosphorylierung. Dadurch zeigen Forschungsmodelle erhöhten Sauerstoffverbrauch, gesteigerte ATP-Produktion und reduzierte Bildung reaktiver Sauerstoffspezies.

ROS-Reduktionsmechanismen

SS-31 reduziert oxidativen Stress über mehrere Wege:

MechanismusEffektForschungsergebnis
Superkomplex-StabilisierungReduziertes ElektronenleckGeringere Superoxid-Produktion
Cardiolipin-SchutzVerhinderte PeroxidationErhaltene Membranintegrität
dimethylTyr-RadikalfängerDirekte ROS-NeutralisierungReduzierter oxidativer Schaden
MPT-Poren-HemmungVerhinderte ÖffnungErhaltenes Membranpotenzial

Daher trägt die Kombination aus struktureller Stabilisierung und direkter Antioxidans-Aktivität zu den protektiven Effekten von SS-31 in oxidativen Stressmodellen bei.

FORSCHUNGSANWENDUNGEN:

Mitochondriale Dysfunktionsmodelle

SS-31 ermöglicht die Untersuchung von Störungen der Elektronentransportkette. Insbesondere untersuchen Forscher:

Experimentelle Parameter: Sauerstoffverbrauchsrate (OCR via Seahorse XF), ATP-Produktion (Luciferase/HPLC), Membranpotenzial (JC-1, TMRM), ROS-Produktion (MitoSOX, DCF-DA), Superkomplex-Assemblierung (BN-PAGE), Cardiolipin-Gehalt (NAO-Färbung, LC-MS)
Forschungsfragen: Wie beeinflusst Cardiolipin-Stabilisierung die ETC-Effizienz? Kann SS-31 bioenergetische Defizite beheben? Welche Beziehung besteht zwischen Superkomplex-Stabilität und ROS?

Ischämie-Reperfusions-Forschung

SS-31 wird intensiv in Modellen für Ischämie-Reperfusionsschäden untersucht. Folglich umfassen die Anwendungen:

Kardiale Modelle: Isolierte Herzperfusion (Langendorff), In-vivo-Koronararterien-Okklusion, Kardiomyozyten-Hypoxie-Reoxygenierung, Myokardinfarkt-Größenquantifizierung
Andere Organmodelle: Renale, hepatische, zerebrale und Extremitäten-Ischämie-Studien
Gemessene Endpunkte: Infarktgrößenreduktion, funktionelle Erholung, Verhinderung mitochondrialer Schwellung, Cristae-Erhaltung (Elektronenmikroskopie), Apoptose-Marker

Kardioprotektion-Studien

Kardiale Anwendungen stellen einen Forschungsschwerpunkt dar. Konkret:

Schutzmechanismen: Hemmung der mitochondrialen Permeabilitäts-Transitions-Pore (mPTP), Verhinderung der Cytochrom-c-Freisetzung, Cardiolipin-Erhaltung unter Stress, Aufrechterhaltung des Energiestoffwechsels
Krankheitsmodelle: Herzinsuffizienz, Drucküberlastungs-Hypertrophie, Doxorubicin-Kardiotoxizität, diabetische Kardiomyopathie

Neurodegenerations-Forschung

Die mitochondrialen Effekte von SS-31 werden in Modellen der Neurodegeneration untersucht. Des Weiteren:

Forschungsbereiche: Alzheimer-Krankheit (mitochondriale Dysfunktionskomponente), Parkinson-Krankheit (Komplex-I-Mangel), optische Neuropathie (Leber-Heredität), altersbedingte kognitive Beeinträchtigung
Neuronale Endpunkte: Synaptische Mitochondrienfunktion, axonaler Transport, neuronale Überlebensmarker, kognitive Funktionstests

Oxidativer Stress-Forschung

SS-31 ermöglicht die Untersuchung von ROS-vermittelter Pathologie. Infolgedessen:

Oxidativer Stress-Modelle: Chemische Pro-Oxidans-Exposition (Paraquat, H₂O₂), Hyperoxie-Modelle, alterungsassoziierter oxidativer Schaden, metabolischer Stress (hohe Glukose, Lipotoxizität)
Gemessene Parameter: Lipidperoxidation (MDA, 4-HNE), Proteinoxidation (Carbonylgehalt), DNA-Schaden (8-OHdG), Antioxidans-Enzymaktivität

Alterungs- und Langlebigkeitsforschung

SS-31 wird im Kontext der mitochondrialen Alterung untersucht. Insbesondere:

Altersbedingte Veränderungen: Abnehmende Mitochondrienfunktion, erhöhte ROS-Produktion, Veränderungen der Cardiolipin-Zusammensetzung, reduzierte ATP-Produktionskapazität
Forschungsanwendungen: Bioenergetik gealterter Gewebe, Belastungskapazität im Alter, Sarkopenie-Modelle, Studien zur Verlängerung der Gesundheitsspanne

Allerdings bleiben alle Anwendungen strikt auf kontrollierte Laborforschungsumgebungen beschränkt.

ANALYTISCHE VERIFIZIERUNG:

BIONIX SS-31 durchläuft eine umfassende analytische Charakterisierung:

HPLC-Analyse: ≥99 % Reinheit mittels Umkehrphasen-Chromatographie, Trennung der Komponenten basierend auf chemischen Wechselwirkungen
Massenspektrometrie: Bestätigung des exakten Molekulargewichts (639,8 g/mol) und Sequenzverifizierung einschließlich D-Arg-Konfiguration und Dimethyltyrosin-Modifikation
D-Arginin-Verifizierung: Bestätigung der Stereochemie für Peptidase-Resistenz
Zusätzliche Parameter: Aminosäurezusammensetzung, Restlösungsmittelprüfung, Peptidgehalt, Endotoxin-Test (LAL)

Physikalische Eigenschaften:

EigenschaftSpezifikation
AussehenWeißes bis cremefarbenes lyophilisiertes Pulver
Molekulargewicht639,8 g/mol
SequenzD-Arg-dimethylTyr-Lys-Phe-NH₂ (4 AS)
HauptmerkmaleAromatisch-kationisches Motiv, zellpenetrierend
Reinheit≥99 % (HPLC-verifiziert)
LöslichkeitWasserlöslich
Ladung+3 (physiologischer pH)

ENTWICKLUNGSSTATUS:

SS-31 stellt eine fortschrittliche mitochondrial-gerichtete Forschungsverbindung dar:

Entdeckung: Szeto-Schiller-Peptidklasse (aromatisch-kationisches Motiv-Design)
Klinische Studien: Abgeschlossene Phase 2/3 als Elamipretid für spezifische Indikationen
Klinischer Status: Forschungsverbindung für breitere Anwendungen; nicht für allgemeine therapeutische Verwendung zugelassen
Mechanismus: Gut charakterisierte Cardiolipin-Bindung und ETC-Stabilisierung
Regulatorischer Hinweis: Forschungsverbindungsstatus für Laboruntersuchungen
Verfügbarkeit: BIONIX liefert ausschließlich für kontrollierte Laborforschung
Besonderheit: Einziges Phospholipid-zielendes Peptid mit Cardiolipin-Spezifität

Im Gegensatz zu anderen mitochondrialen Modulatoren mit breiteren Zielen zeigt SS-31 präzise Cardiolipin-Selektivität. Folglich erhalten Forscher ein einzigartiges Werkzeug zur Untersuchung der Dynamik der inneren Mitochondrienmembran.

HÄUFIGE FRAGEN:

Was unterscheidet SS-31 von anderen mitochondrialen Peptiden? SS-31 zeichnet sich durch spezifische Bindung an Cardiolipin aus, ein Phospholipid, das ausschließlich in der inneren Mitochondrienmembran vorkommt. Im Gegensatz zu anderen mitochondrialen Modulatoren mit breiteren Zielen ermöglicht diese Selektivität eine präzise Untersuchung der mitochondrialen Bioenergetik. Konkret erfolgt die Bindung durch komplementäre elektrostatische (D-Arg, Lys zu Phosphatgruppen) und hydrophobe (dimethylTyr, Phe zu Fettsäureketten) Wechselwirkungen. Daher bietet SS-31 gezielte ETC-Forschungsmöglichkeiten.

Wie sollte SS-31 für die Forschung rekonstituiert werden? Rekonstituieren Sie mit sterilem destilliertem Wasser oder geeignetem Puffer gemäß experimentellen Protokollen. Konkret lassen Sie das Fläschchen vor dem Öffnen Raumtemperatur erreichen, fügen Sie das Lösungsmittel vorsichtig entlang der Fläschchenwand hinzu und schwenken Sie, bis es gelöst ist – vermeiden Sie Vortexen. Darüber hinaus aliquotieren Sie sofort, um wiederholte Gefrier-Tau-Zyklen zu vermeiden. Folglich erhält die richtige Handhabung die Peptidintegrität für konsistente experimentelle Ergebnisse.

Welche Qualitätskontrolle führt BIONIX durch? Jede Charge durchläuft HPLC-Tests für ≥99 % Reinheit und massenspektrometrische Verifizierung der molekularen Identität. Konkret umfasst dies die Bestätigung der D-Arginin-Stereochemie und Dimethyltyrosin-Modifikation. Darüber hinaus dokumentieren chargenspezifische Analysenzertifikate die Aminosäurezusammensetzung und alle Qualitätsparameter. Daher erhalten Forscher analytisch verifiziertes Material.

Ist SS-31 bei Raumtemperatur stabil? Lyophilisiertes SS-31 ist optimal stabil bei -20 °C. Jedoch ist eine kurzfristige Lagerung bei Raumtemperatur während des Versands akzeptabel. Folglich erfordert die Langzeitlagerung Gefrierbedingungen. Darüber hinaus lagern Sie Lösungen nach der Rekonstitution bei 2–8 °C und verwenden Sie diese innerhalb von 2–4 Wochen, oder bereiten Sie Aliquots vor und frieren Sie diese für längere Lagerung ein.

Wie reduziert SS-31 die ROS-Produktion? SS-31 reduziert reaktive Sauerstoffspezies durch vier Mechanismen: (1) Stabilisierung von ETC-Superkomplexen zur Minimierung des Elektronenverlusts; (2) Schutz von Cardiolipin vor Peroxidation zur Aufrechterhaltung der Membranintegrität; (3) direkte Radikalfängerwirkung über den Dimethyltyrosin-Rest; und (4) Hemmung der Öffnung der mitochondrialen Permeabilitäts-Transitions-Pore. Folglich adressiert dieser vielschichtige Ansatz sowohl ROS-Quellen als auch -Folgen in Forschungsmodellen.

Was ist der klinische Entwicklungsstatus? SS-31 (Elamipretid) hat Phase-2/3-Studien für spezifische Indikationen abgeschlossen. Jedoch wird BIONIX SS-31 ausschließlich für Laborforschungszwecke geliefert – nicht für klinische oder therapeutische Anwendungen. Darüber hinaus ermöglicht die Forschungsverbindung die Untersuchung mitochondrialer Mechanismen über spezifische klinische Indikationen hinaus. Daher sollten Forscher Anwendungen strikt auf kontrollierte Laborumgebungen beschränken.

REFERENZEN:

  • Szeto HH., „Erstklassiger Cardiolipin-schützender Wirkstoff als Therapeutikum zur Wiederherstellung der mitochondrialen Bioenergetik“, Br J Pharmacol, 2014.
  • Birk AV et al., „Der mitochondrial ausgerichtete Wirkstoff SS-31 reaktiviert ischämische Mitochondrien durch Interaktion mit Cardiolipin“, J Am Soc Nephrol, 2013.
  • PNAS 2020 — „Mitochondriale Protein-Interaktionslandschaft von SS-31“, 117(26):15363-15373.
  • Zhao K et al., „Zellpermeable Peptid-Antioxidantien mit Zielwirkung auf die innere Mitochondrienmembran“, J Biol Chem, 2004.
  • PMC 2025 — „Elamipretid: Struktur, Wirkmechanismus und therapeutische Anwendungen.“
  • Szeto HH, Birk AV., „Serendipität und die Entdeckung neuartiger Verbindungen zur Wiederherstellung der mitochondrialen Plastizität“, Clin Pharmacol Ther, 2014.
Zusätzliche Informationen
Dosierung10 mg, 20 mg, 40 mg, 50 mg, 5 mg
Produktsicherheit

Produktsicherheit

Sicherheitshinweise

SICHERHEITSDATENBLATT (SDB)

SS-31 Peptid – Lyophilisiertes Pulver in Forschungsqualität (RUO)

CAS-Nummer: 736992-21-5
Synonyme: Elamipretid, Bendavia
REACH-Registrierung: Ausgenommen (<1 Tonne/Jahr; nur für Forschungszwecke)

ABSCHNITT 1 — Identifikation

1.1 Produktidentifikator: SS-31 Peptid – Lyophilisiertes Pulver

1.2 Identifizierte Verwendungen: Peptid in Analysequalität für In-vitro-Laborforschung. Nur für Forschungszwecke (RUO). Nicht für Human- oder Veterinärmedizin.

1.3 Lieferant: BIONIX RESEARCH
E-Mail: info@bionixresearch.com

1.4 Notfall: EU-Notrufnummer: 112

ABSCHNITT 2 — Gefahrenidentifikation

2.1 Einstufung: Nicht als gefährlich gemäß CLP-Verordnung (EG) 1272/2008 eingestuft. Keine GHS-Piktogramme erforderlich.

2.2 Vorsichtshinweise:

  • Einatmen von Staub vermeiden
  • Kontakt mit den Augen vermeiden
  • Nur für Laborgebrauch

ABSCHNITT 3 — Zusammensetzung

Substanz: SS-31 Peptid
CAS: 736992-21-5
Reinheit: ≥99% HPLC
Form: Lyophilisiertes Pulver
Verunreinigungen: Keine als gefährlich eingestuft.

ABSCHNITT 4 — Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen: An die frische Luft bringen. Mund und Nase ausspülen.

Hautkontakt: Gründlich mit Wasser und Seife waschen.

Augenkontakt: Vorsichtig mehrere Minuten lang mit sauberem Wasser spülen.

Einnahme: Mund ausspülen. Kein Erbrechen herbeiführen. Suchen Sie ärztlichen Rat.

ABSCHNITT 5 — Brandbekämpfungsmaßnahmen

Löschmittel: CO₂, Trockenlöschmittel, Schaum oder Wassersprühnebel.

Gefahren: Organisches Peptidpulver, nicht brennbar. Thermische Zersetzung kann CO, CO₂, Stickoxide freisetzen.

ABSCHNITT 6 — Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung

Staubbildung vermeiden. Handschuhe, Maske, Schutzbrille verwenden. Pulver in verschlossenen Abfallbehälter aufnehmen.

ABSCHNITT 7 — Handhabung und Lagerung

Handhabung: Nur in Laborumgebungen verwenden. Staubbildung minimieren. Standard-PSA tragen.

Lagerung: Bei −20 °C im versiegelten Fläschchen lagern. Vor Sonnenlicht und Feuchtigkeit schützen. Nur für Forschungszwecke.

ABSCHNITT 8 — Expositionsbegrenzung / Persönlicher Schutz

Expositionsgrenzwerte: Keine festgelegt.

PSA: Nitril- oder Latexhandschuhe, Laborkittel, Schutzbrille, Staubmaske beim Umgang mit Pulvern.

ABSCHNITT 9 — Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen: Weißes bis cremefarbenes lyophilisiertes Pulver
Geruch: Keiner
Löslichkeit: Löslich in sterilem Wasser, verdünnten Säuren oder wässrigen Puffern
Stabilität: Stabil bei Lagerung bei −20 °C

ABSCHNITT 10 — Stabilität und Reaktivität

Stabil unter empfohlenen Bedingungen. Hitze, Feuchtigkeit, Luftexposition, Oxidationsmittel vermeiden.

ABSCHNITT 11 — Toxikologische Informationen

Keine Daten zur Humanexposition verfügbar. Geringe akute Toxizität erwartet. Staub kann leichte Reizungen verursachen. Nicht für Injektion, Verschlucken oder topische Anwendung vorgesehen.

ABSCHNITT 12 — Ökologische Informationen

Keine Daten verfügbar. Keine Umweltrisiken erwartet. Freisetzung in Gewässer verhindern.

ABSCHNITT 13 — Entsorgungshinweise

Gemäß lokalen Vorschriften für chemische Laborabfälle entsorgen. Nicht über Hausmüll oder Abwassersysteme entsorgen.

ABSCHNITT 14 — Transportinformationen

Nicht reguliert gemäß ADR, IMDG, IATA. Keine UN-Klassifizierung erforderlich.

ABSCHNITT 15 — Rechtsvorschriften

Nicht REACH-registrierungspflichtig (<1 Tonne/Jahr; RUO-Ausnahme). Nicht gemäß CLP eingestuft. Kein Arzneimittel, Kosmetikum oder Medizinprodukt.

ABSCHNITT 16 — Sonstige Informationen

Dieses SDB ist für geschultes Laborpersonal bestimmt. Es bestätigt keine Eignung für therapeutische, diagnostische oder Verbraucheranwendungen.

Lagerung

LAGERUNG UND HANDHABUNG

Stabilität lyophilisierter Peptide

Alle BIONIX Research-Produkte werden mittels Lyophilisation hergestellt – einem pharmazeutischen Gefriertrocknungsverfahren, das eine stabile kristalline Struktur erzeugt und etwa 95 % der Feuchtigkeit aus der Peptidverbindung entfernt.

Diese Technologie gewährleistet eine Stabilität von bis zu 3–4 Monaten bei Umgebungstemperatur während Versand und Lagerung. Das Ergebnis: ein reines, fluffiges weißes Pulver, das seine strukturelle Integrität bis zur Rekonstitution beibehält – unabhängig von den logistischen Bedingungen.

BedingungDauer
-20 °CBis zu 24 Monate
2–8 °CBis zu 3 Monate (kurzfristig)

Vor Licht und Feuchtigkeit schützen. Der lyophilisierte Zustand verhindert hydrolytischen Abbau und erhält die Integrität der Peptidbindungen.

Rekonstitutionsprotokoll:

  • Lösungsmittel: Steriles bakteriostatisches Wasser oder geeigneter Puffer
  • Technik: Lösungsmittel langsam entlang der Fläschchenwand hinzufügen
  • Mischen: Vorsichtig schwenken, bis gelöst – nicht schütteln oder vortexen (Scherkräfte beschädigen Peptidbindungen)
  • Sterilität: Während des gesamten Vorgangs aseptische Bedingungen einhalten

Lagerung nach Rekonstitution:

  • 2–8 °C: Innerhalb von 4 Wochen verwenden
  • Aliquotieren und bei -20 °C für längere Lagerung einfrieren
  • Wiederholte Gefrier-Auftau-Zyklen vermeiden
  • Vor Licht und Feuchtigkeit schützen

Das 3-Stufen-Lagerungsprotokoll

STABIL – Vorrekonstitutionsphase (bis zu 4 Monate) Nicht rekonstituierte lyophilisierte Peptide bleiben bei Raumtemperatur (15–25 °C) chemisch stabil für 3–4 Monate, wenn sie vor direktem Sonnenlicht und Feuchtigkeit geschützt gelagert werden. Die versiegelte Vakuumverpackung bietet während dieses Zeitfensters oxidativen Schutz.

FRISCH – Aktivphase (bis zu 30 Tage) Nach Rekonstitution mit bakteriostatischem Wasser ist sofortige Kühlung bei 2–8 °C erforderlich. Die Stabilität nimmt oberhalb dieser Schwelle rapide ab – für optimale Konservierung innerhalb von 30 Minuten nach Rekonstitution kühlen.

KONSERVIERUNG – Langzeitphase (6–12 Monate+) Für längere Lagerung über 30 Tage hinaus bei -20 °C lagern (Standard-Gefrierschrank, nicht frostfrei). Bei dieser Temperatur behalten die meisten rekonstituierten Peptide ihre Stabilität für 6–12 Monate. Hinweis: Gefrier-Auftau-Zyklen vermeiden – jede Temperaturschwankung beeinträchtigt die Peptidbindungen.

Zu überwachende Qualitätsindikatoren

  • Sichtprüfung: Die Lösung sollte klar bleiben; Trübung deutet auf Abbau hin
  • Ausfällung: Partikel signalisieren Proteindenaturierung – sofort entsorgen
  • Temperaturprotokolle: Kalibriertes Thermometer verwenden; Kühlschranktür-Lagerung schwankt stärker als hintere Regale
  • Zeiterfassung: Jedes Fläschchen mit Rekonstitutionsdatum beschriften – 30-Tage-Countdown beginnt beim Mischen

Best Practices für die Handhabung

Peptide bis zur Rekonstitution in ihren Original-Braunglasfläschchen lagern. Nach Rekonstitution: Dunkles Glas, lichtundurchlässige Lagerbehälter empfohlen. Fläschchen niemals direktem Sonnenlicht oder UV-Licht aussetzen – Photoabbau erfolgt innerhalb von Stunden.

Für das detaillierte vollständige Peptid-Lagerungsprotokoll greifen Sie auf unseren Leitfaden zu. Vollständiges Peptid-Lagerungsprotokoll

Rechtliche Hinweise

Dieses Produkt ist ausschließlich für die Laborforschung bestimmt. Nicht für die Anwendung am Menschen, nicht für therapeutische Zwecke und nicht für In-vivo-Studien am Menschen zugelassen.

Der Käufer bestätigt, dass dieses Produkt ausschließlich für Forschungszwecke in einer angemessenen Laborumgebung verwendet wird.